GesprächspartnerInnen für Kinder und Jugendliche gesucht

Wer sich im Ehrenamt engagiert, hilft nicht nur anderen, sondern profitiert in der Regel auch selbst. Das gilt insbesondere für die Tätigkeit am Kinder- und Jugendtelefon bei der „Nummer gegen Kummer“ in Bad Homburg, für die man unter anderem in kompetenter Kommunikation geschult wird. Wer mitmachen möchte, hat nun Gelegenheit dazu.

Über 40 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre sind ehrenamtlich tätig. Ihre Motivation ist meist der Wunsch, anderen zu helfen. Doch wer ein Ehrenamt bekleidet, weiß: Man profitiert auch selbst davon. Das ist insbesondere bei Tätigkeiten der Fall, für deren Ausübung man spezielle Schulungen durchläuft, wie beispielsweise für die Tätigkeit des/r Telefonberaters/in am Kinder- und Jugendtelefon bei der „Nummer gegen Kummer“ in Bad Homburg. Diesen Beratungs-Service können Kinder und Jugendliche gebührenfrei anrufen, wenn sie ein Problem haben, einen Rat oder eine/n Gesprächspartner/in brauchen. Das Kinder- und Jugendtelefon ist ein Projekt des Kinderschutzbundes Kreisverband Hochtaunuskreis und gehört zum Dachverband der bundesweiten „Nummer gegen Kummer“ mit 88 Beratungstelefonen zwischen Kiel und Rosenheim.

In ihren jeweils zweistündigen Telefondiensten nehmen die Berater/innen montags bis freitags zwischen 14h und 20h pro Jahr an die 8.000 Anrufe von Kindern und Jugendlichen entgegen. Dabei werden sie beispielsweise mit Ärger über eine schlechte Schulnote, Krach mit der Freundin oder Scherzanrufen konfrontiert; sie müssen aber auch damit umgehen können, wenn der/die junge Anrufer/in ein extrem schwerwiegendes Problem hat. Um dies leisten zu können, sollten die Berater nicht nur bestimmte Grundvoraussetzungen mitbringen, wie Flexibilität, Aufgeschlossenheit, Lernfähigkeit, Zuverlässigkeit und Empathie für junge Menschen; sie absolvieren auch eine abends und am Wochenende stattfindende Ausbildung, bei der sie insbesondere in kompetenter Kommunikation geschult werden – was sich erfahrungsgemäß auch im Privat- und Berufsleben äußerst positiv auswirkt. „Durch die Ausbildung habe ich gelernt, im Job deutlich zielführender zu kommunizieren“, bestätigt einer der Teilnehmer/innen.

Da das Team der derzeit 31 Beraterinnen und Berater erweitert werden soll, können Interessierte sich aktuell bewerben; dabei sind auch männliche Bewerber herzlich willkommen. Die neue Ausbildung wird im Herbst 2019 beginnen; Anmeldungen nimmt Frau Hüttl vom Kinderschutzbund entgegen, Telefon 06172 20044 oder Email: dksb.hochtaunus@t-online.de.